Netzwerk-Betreiber

Die Eigentümer und Betreiber der Stromnetze sind dafür verantwortlich, dass die Stromnetze, über die die Verbraucher mit den Erzeugungsquellen verbunden werden, ausreichend zuverlässig und widerstandsfähig sind und dass die Nachhaltigkeitsziele zu erschwinglichen Kosten für die Verbraucher erreicht werden können.

Die Notwendigkeit, das Energiesystem zu dekarbonisieren, führt zur Schließung großer synchroner Erzeugungsanlagen und zum Anschluss von erneuerbaren, aber intermittierenden Erzeugungsquellen. Diese Entwicklung des Stromsystems stellt die Netzbetreiber vor erhebliche neue Herausforderungen, die kreative und innovative Lösungen erfordern. Zu diesen Herausforderungen gehören das Management von Netzbeschränkungen und das Ausbalancieren des Stromsystems bei gleichzeitiger Verringerung der Trägheit, während gleichzeitig der Anschluss neuer kohlenstoffarmer Erzeugungs- und Nachfragequellen rechtzeitig und kostengünstig ermöglicht wird.

Der Übergang vom Verteilernetzbetreiber (DNO) zum Verteilernetzbetreiber (DSO) ist ein bedeutender Wandel in der Branche, der darauf abzielt, die Flexibilität des Netzes auf der Verteilerebene zu erhöhen und den Ausbau erneuerbarer und kohlenstoffarmer Technologien voranzutreiben, während gleichzeitig die Kosten minimiert werden. Die Entwicklung zum DSO wird ein flexibleres und anpassungsfähigeres Stromverteilungssystem schaffen, das den Übergang zu Net Zero beschleunigen und gleichzeitig ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis für die Kunden des Stromnetzes bieten wird.

Bewältigung der Herausforderungen des sich entwickelnden Systems, um die Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung voranzutreiben.

Das Pathfinder-Programm von National Grid ist eine weitere aufregende Entwicklung in der Branche, die neue Märkte für Dienste wie Trägheit, Fehlerpegel, Spannungsmanagement und Beschränkungen erschließt. Dadurch ergeben sich Chancen für neue Entwicklungen, die diese Dienste anbieten können, während die Netzbetreiber diese Dienste zur Unterstützung bei Systemproblemen nutzen.

Der Bedarf an komplexer Modellierung von Stromsystemen, wie z.B. transiente Überspannungen und die Interaktion von Steuerungssystemen, nimmt zu, da die Netze immer schwieriger zu verwalten sind, insbesondere da immer mehr Erzeugungsanlagen mit langen Verbindungen zum bestehenden Netz, wie z.B. Offshore-Windkraftanlagen, in die Netze integriert werden. Dieser Trend wird sich fortsetzen, wenn weitere große Mengen an erneuerbaren Energien und an die Verteilung angeschlossene kohlenstoffarme Technologien in die Netze integriert werden.